Was die Eingaben bedeuten
- Akkuenergie: in Wattstunden (Wh), oft auf dem Akku aufgedruckt. Stehen dort stattdessen Volt und Amperestunden, multiplizierst du beide.
- Nutzbarer Anteil: wie viel der Nennenergie du wirklich nutzt, bevor du aufhörst. Das ist eine Annahme, die du setzt, keine Eigenschaft, die wir für deinen Akku kennen. Der voreingestellte Wert ist ein Beispiel.
- Verbrauch: Energie pro Strecke, in Wh pro Kilometer oder Wh pro Meile. Manche Displays und Apps zeigen ihn an; sonst teilst du die auf einer bekannten Tour verbrauchten Wh durch die Strecke.
Die Formel
Akku (Wh) = Spannung (V) × Kapazität (Ah)
Reichweite = Akku (Wh) × nutzbarer Anteil ÷ Verbrauch (Wh pro km oder Meile)
Wh/km = Wh/mi ÷ 1,609344Rechenbeispiel
Ein 36-V-Akku mit 14 Ah speichert 36 × 14 = 504 Wh. Mit angenommen 80 % nutzbar sind das 403,2 Wh. Bei 12,43 Wh/km (20 Wh/mi) ist die Reichweite 403,2 ÷ 12,43 = 32,4 km, also 20,2 Meilen. Bei 9,32 Wh/km (15 Wh/mi) schafft derselbe Akku 43,3 km (26,9 Meilen), bei 18,64 Wh/km (30 Wh/mi) 21,6 km (13,4 Meilen).
Was den Verbrauch verändert
Wir nennen keine Verbrauchswerte, weil sie zwischen Rädern, Fahrern und Strecken zu stark schwanken. Die Richtung jedes Effekts ist einfache Physik:
- Unterstützungsstufe: Eine höhere Stufe verlangt vom Motor einen größeren Teil der Arbeit, also steigt der Verbrauch und die Reichweite sinkt.
- Deine eigene Leistung: Jedes Watt, das du selbst trittst, muss der Akku nicht liefern. Wer beim gleichen Tempo kräftiger tritt, senkt den Verbrauch.
- Anstiege: Bergauf hebst du Fahrer und Rad, das kostet Energie. Eine hügelige Strecke braucht mehr als eine flache gleicher Länge.
- Tempo und Wind: Der Luftwiderstand steigt mit dem Tempo steil an, schneller fahren oder gegen den Wind erhöht also den Verbrauch.
- Gewicht: Mehr Last bringt mehr Rollwiderstand und mehr Arbeit am Berg.
Der Watt-Rechner fürs Fahrrad zeigt, wie viel Watt ein Tempo, eine Steigung und Wind kosten, also die Last, die sich Motor und Beine teilen. Die beste Zahl für diesen Rechner ist deine eigene, gemessen über ein paar typische Touren.
Warum nicht alle Nenn-Wh nutzbar sind
Ein Akku liefert im Alltag selten jede Nennwattstunde, und viele hören auf, bevor die Anzeige null erreicht. Deshalb fragt das Tool nach einem nutzbaren Anteil, statt 100 % anzunehmen.
Fragen
Wie berechne ich die Reichweite meines E-Bikes?
Multipliziere die Wattstunden des Akkus mit dem Anteil, den du nutzt, und teile durch deinen Verbrauch. 504 Wh × 80 % ÷ 12,43 Wh/km = 32,4 km (20,2 Meilen bei 20 Wh/mi).
Wie rechne ich Volt und Amperestunden in Wattstunden um?
Multipliziere sie. Ein Akku mit 36 V und 14 Ah hat 504 Wh, einer mit 48 V und 14 Ah hat 672 Wh.
Wie weit komme ich mit einem 500-Wh-Akku?
Das hängt von deinem Verbrauch ab. Mit 80 % nutzbar (400 Wh): 40 km bei 10 Wh/km, 26,7 km bei 15 Wh/km und 20 km bei 20 Wh/km.
Ändert die Unterstützungsstufe die Reichweite?
Ja. Eine höhere Stufe lässt den Motor mehr Leistung liefern, also steigt der Verbrauch und die Reichweite sinkt. Wie stark, hängt vom Rad und deiner Fahrweise ab, miss deshalb deinen eigenen Verbrauch in jeder Stufe.